Dienstag, 30. August 2016

Unser Griechisches Olivenöl jetzt auch in Deutschland


Ihr wusstet vieleicht noch gar nicht, dass wir unser eigenes Olivenöl verkaufen! Jetzt liefern wir auch nach Deutschland. Ende März haben wir ganz schnell noch Etiketten und Flyer erstellt und unser Olivenöl abgepackt. Mein Opa hat es mit seinem Anhänger nach Deutschland transportiert, wo es dann bei meinem anderen Opa abgeliefert wurde, damit es verkauft wird. Anfang April sind Vasili, die kleine Anna und ich, dann auch nach Deutschland gereist, um den Verkauf anzutreiben. Leider sind wir nicht dazu gekommen, da unsere zwei Wochen Urlaub so vollgepackt waren, dass wir jeden Tag erst abends nach Hause gekommen sind.

Die letzten zwei Wochen, bevor unsere Deutschlandreise an stand, war ich fast jeden Tag in der Druckerei, um mit der Grafikerin an unserem Fleyer und an unserem Logo zu arbeiten. RACHI sollte unser Olivenöl heißen, das war Vasilis Idee. Rachi heißt auf Griechisch Bergrücken, diesen Namen wählten wir wegen dem Berg Taigetos, der über unser Dorf ragt. Das Logo sollte dementsprechend auch aus einem Bergrücken, der griechischen Sonne und der Olive bestehen.   
...ist unser Motto. Das war übrigens meine Idee.


Bevor wir die Flyer gedruckt haben, hatte ich ein kleines “Fotoshooting” mit den Jungs bei der Olivenernte gemacht. Ich war erst total enttäuscht weil ich dachte, da ist ja so wie so kein gutes Foto dabei. Als unsere Grafikerin sich aber durch die Fotos geklickt und herumprobiert hat, hat sich letztendlich herausgestellt, dass das perfekte Foto dieses eine von Vasili selbst war. Er hat sich erst gar nicht selbst erkannt und war dann aber sehr überrascht, er hätte nicht geglaubt, dass er noch einmal als Model dienen würde. Alles ausgedruckt, Flyer und Etiketten, konnten wir dann erst einmal sämtliche Fläschchen per Hand bekleben und dann hieß es ab nach Deutschland damit.


Wir haben die ersten zwei Tage unseres Urlaubs in Amsterdam, in einem total schönen airbnb, gemeinsam mit unseren Freunden und workawayern Laima & Janis verbracht. Laima und Janis sind im Oktober 2015 als workawayer zu uns gekommen und da wir so eine tolle gemeinsame Zeit hatten, haben wir auch gleich verabredet uns wieder zu treffen. Nun war endlich die Zeit reif fürs Wiedersehen. Für den kleinen Cosmo und unsere Anna war das nette Familienapartment im Zentrum der Stadt perfekt. Sie haben das gemeinsame Spielen mit den Spielsachen der Gastgeber genossen und tagsüber sind wir an den vielen Kanälen Amsterdams vorbei spaziert, haben leckere Speisen auf den vielen Märkten probiert und am nächsten Tag haben die Kinder sich in einem wunderschönen Park ausgetobt, der quasi direkt vor unserer Haustür war.

Die nächsten Tage haben wir mit der ausgiebigen Suche nach einem Auto für Vasili verbracht. Er brauchte einen Pick-Up, um seine Ländereien zu bewirtschaften. Dazu war sein derzeitiges tiefergelegtes Auto nun einmal nicht zu gebrauchen. In Osnabrück und in Hamburg haben wir vergebens nach dem passenden Gebrauchtwagen gesucht, bis wir ihn letztendlich in meiner Heimat, Ostfriesland, gefunden haben. Den neuen, alten, Nissan Navara dann vollgepackt mit jeglichem Krempel von meiner Mutter und meinen Großeltern ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Wir hatten nur noch die Zeit die Flyer meiner Oma und meiner Mama zu geben, und sie zu beauftragen, Werbung für unser Öl zu machen. Die beiden machten uns aber keine große Hoffnung, unser Öl schnell an den Mann oder die Frau zu bringen.

Ende Juni, als mein kleiner Bruder zu uns nach Griechenland gekommen ist, kam die Überraschung. Es stellte sich heraus dass mein 14- jähriger Bruder ein Verkaufsgenie ist, und im Gegensatz zu meiner Oma und meiner Mutter die meisten Flaschen Öl verkauft hatte. Daher haben wir jetzt hauptsächlich ihn beauftragt noch mehr Olivenöl zu verkaufen. Es war bis jetzt noch nicht viel, aber wir haben uns wie kleine Kinder über unseren ersten Erlös gefreut.

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, ist die Olivenernte in Griechenland eine Familienangelegenheit. Vasili erntet wie schon immer die gemeinsamen Olivenfelder, zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater. Wenn die Arbeit zu viel wird, kommen schon einmal ein oder zwei Arbeiter dazu. Auch unsere workawayer leisten einen guten Beitrag zu der Bewirtschaftung der Oliven. Ashley und Mike haben im Winter kleine Olivenbäume gepflanzt, später haben Richard und auch Jarryd einige Olivenbäume von wucherndem Unkraut befreit. Wir warten noch auf weitere Besucher, wollt ihr nicht das nächste Abenteuer mit uns erleben! Wir freuen uns auf euch!

Weitere Informationen, wie z.B. die Wichtigkeit von Olivenöl in unserer Ernährung, und natürlich die Preise, könnt ihr unserem Flyer entnehmen.
Für Bestellungen und weitere Informationen könnt ihr bei folgenden Telephonnummern anrufen:
04931/9342146
Julian: 015753456388 [Whats App]
Für Informationen zu unserer Wohnung meldet euch bitte persönlich bei mir:
melanie.gorke@yahoo.de
Melanie: 0030/6951486010 [Whats App]

Mittwoch, 6. Januar 2016

Das Projekt Workaway nimmt ein vorläufiges Ende

Nun hat auch hier der Winter begonnen. Das neue Semester hat schon etwas länger angefangen und ich kann endlich wieder studieren. Das hat mir in dem letzten Jahr schon sehr gefehlt. Damit hat aber leider auch das Projekt workaway erstmal ein Ende.

Ich bin schon recht traurig dass es jetzt vorbei sein soll, mit jedem der Workawayer hatten wir eine einzigartige Erfahrung und allgemein hatten wir eine tolle Zeit. Bis auf einen Fall waren alle, sehr freundlich und hilfsbereit. An, Florenc, aus Frankreich, denken wir zur Zeit sehr oft, auf Grund der schlimmen Dinge die gerade in seiner Heimat passieren. Er hat geholfen die dicke Wand zwischen Küche und Eßzimmer zu kürzen und zu einem Tresen umzubauen.

Graham, der ältere aber taffe Herr aus Australien hat beim entrümpeln des Kellers geholfen, alle Fenster gestrichen und war bei der Taufe unserer kleinen Anna dabei. Eine Weile später kamen Nik und Candace, ein paar Tage später kam Brendan hinzu. Die drei haben ein super Team gebildet und uns bei allen möglichen Arbeiten geholfen, so wie die neue Eisentreppe gestrichen und eingebaut.
Laima und Janis aus Lettland sind Anfang Oktober zu uns gekommen und bis Ende des Monats geblieben. In den beiden haben wir zwei gute Freunde gefunden, und mit ihrem kleinen Sohn der 5 Monate jünger als Anna ist hat sie auch einen Spielgefährten. Wir hoffen die drei im Frühling in Amsterdam wiederzusehen! Wir haben uns zusammen auf noch ein Paar mit Baby eingelassen, die auch als workawayer zu uns kommen wollten, doch sie haben leider nicht so zu uns gepasst, um es nett auszudrücken. Jani hat das ganze als Probe für unser Karma gesehen, das ist eine gute Sichtweise um sich nicht zu sehr aufzuregen. Zum Glück war es bald wieder vorbei und wir haben noch einen schönen restlichen Monat zu sechst verbracht. Drei Babys im Haus waren zwar niedlich, aber auch ziemlich anstrengend, Fazit: Drei Babys auf zwei Mamis ist eines zu viel.

Natürlich konnte Laima mit dem kleinen nicht viel helfen, doch sie waren beide sehr hilfsbereit und haben geholfen wo sie konnten. Janni hat Vasili beim Holz sägen geholfen und sie hatten ein paar abenteuerliche Momente mit dem Trecker auf dem Land. Laima hat in den letzten Tagen noch das eine Zimmer im Haus gestrichen, jetzt sieht es endlich schön sauber aus.

Zu sechst haben wir einen Ausflug zu der Festung von Mystras gemacht. Ich war positiv überrascht wie groß und wie gut erhalten die Festung doch war, da ich seit dem ich Kind war nicht mehr da gewesen bin hatte ich nur eine ganz wage Erinnerung daran. Ich hätte nie gedacht dass ich das nächste Mal in der Begleitung von zwei Babys den Berg erklimmen würde. Mamis und Papis haben geschwitzt, die zwei kleinen haben die Gelegenheit genutzt für ein Nickerchen.

Ich wünschte die zwei könnten länger bleiben doch das wünsche ich mir wohl mehr oder weniger jedem der zu uns kommt. Den auch die nächsten zwei sind viel zu kurz geblieben. Ashley und Alex, unsere letzten workawayer für dieses Jahr, sind für weniger als eine Woche geblieben. Wir haben noch nicht mal gemerkt dass sie da waren, schon sind sie wieder weg. Das sehr nette und kinderliebe Paar aus Amerika, hat dabei geholfen ein paar Olivenbäume zu pflanzen und Ashley hat das Balkon-Geländer am Haus gestrichen.

Damit hat das Projekt workaway, für dieses Jahr zumindest, sein Ende erreicht und die Olivenernte hat begonnen. Daher haben wir das Haus nun erstmal an die Olivenernter vermietet. Es wird aber noch mal ein Post folgen über die Olivenernte natürlich auch mit Fotos und vielleicht auch über die griechischen Traditionen zu Weihnachten die ich auch schon in der Emder Zeitung beschreiben durfte.

Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit!


Montag, 5. Oktober 2015

Die Woche mit Nik, Candace und Brendan

Zwei Wochen ist es jetzt schon her dass Candace und Nik angekommen sind. Zwei Tage später ist Brendan angekommen. Inzwischen sind sie alle wieder abgereist, Nik und Candace in Richtung Sizilien und Brendan in Richtung Istanbul. Schade dass sie so schnell schon wieder fahren mussten, es war eine tolle Woche und ihren Kommentaren nach zu urteilen hat es ihnen genauso viel Spaß gemacht wie uns. Ich möchte ihnen auf jeden Fall ganz herzlich danken für die Arbeit die sie in der kurzen Zeit verrichtet haben!


Den ersten Tag hat es ziemlich geregnet daher sind sie alle zu uns nach hause gekommen und die Jungs haben in den Regenpausen eine Regenrinne an der Straße lang gegraben. Während dessen hat Candace mir im Haushalt geholfen, das heißt sie hat meine Küche blitzeblank geputzt. Ich war so glücklich als ich am Nachmittag nach hause kam, meine kleine Anna war im Auto eingeschlafen und meine Küche war am glänzen. Ich konnte also über eine Stunde, ganz in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen für meinen Blog schreiben. Das war so schön erholend!


In den folgenden Tagen reichlich Arbeit geleistet. Die Jungs waren die meiste Zeit mit Vasilli am Holz sägen. Candace hat während dessen die ganzen Sachen gewaschen die wir von Bekannten geschenkt bekommen haben, die ihr Haus verkauft haben. Auserden hat sie die neue Eisentreppe gesäubert und mit dem Streichen begonnen. Am letzten Tag hat Candace meine gesamte Bügelwäsche erledigt und die Jungs waren den ganzen Tag damit beschäftigt das Vordach von Vasillis Taverne zu reparieren.


Die drei haben gemeinsam Spaziergänge in unserem hübschen Dorf und dessen Umgebung gemacht. Sie waren begeistert von den Meilenweiten Olivenfeldern. Ebenfalls hat ihnen das maniotsche Dorf Areopoli sehr gefallen, mit den vielen Natursteinhäusern und -Türmen. Dort haben sie ein Museum gefunden von dessen Existenz ich garnichts wusste. Natürlich haben sie sich auch die weitläufige Burg von Mystras angesehen. Sie waren am stöhnen: "So viele Treppen!", aber letztendlich war es die Mühe wert.

An Arbeitsagen haben wir alle gemeinsam in der Taverne gegessen. Vasilli hat gekocht und es war immer total lecker. Das Essen schmeckt aber so wie so viel besser in Gesellschaft. Jeder hat eine Interessante Geschichte zu erzählen, Brendan vom Leben im einsamen Ukon in Kanada und seinem Europa-Trip, Nik und Candace von ihrem Jahrestrip durch Asien nach Griechenland und weiter wohin der Wind sie weht. Wir hatten eine tolle Zeit mit euch Leute und ich hoffe wir werden euch bald mal wiedersehen. Vielleicht kommen wir das nächste Mal ja euch besuchen...


Montag, 14. September 2015

Ausflug nach Monemvasia

Morgens um 9.00 Uhr sind wir  los gefahren und haben die ca. 65 km in Angrif genommen. Auf dem Weg dorthin ist Anna ganz außer sich geraten weil sie so lange im Autositz sitzen musste. Leider mag sie es so garnicht im Auto angeschnallt zu sein, was man ja auch nachvollziehen kann. Nachdem Mama und Oma die Plätze getauscht haben, so das Mama hinten saß, konnten wir aber noch in Ruhe bis zu dem großen Parkplatz fahren, direckt vor der Landbücke die zur Festung führt.

Montag, 7. September 2015

Die letzten Wochen im Überblick

Endlich bin ich wieder zum Schreiben gekommen! Als ich damit beschäftigt war die Taufe meiner Tochter zu organisieren, kam ich lange nicht dazu. Da meine Mutter und mein Bruder für drei Wochen aus Deutschland angereist waren, haben wir viele Ausflüge gemacht was mich ebenfalls am schreiben hinderte. Aber voilà! Hier bin ich wieder...


Wie ihr vielleicht schon ahnt, habe ich in dieser Zeit viel Material gesammelt und viel erlebt worüber ich euch hier im Blog berichten werde. So könnt ihr auch gleich Ideen sammeln was man in einem Griechenland-Urlaub so alles anstellen könnte. Wir haben nämlich nicht nur viel erlebt sondern auch einige Ideen gesammelt was wir im Winter oder im nächsten Sommer unternehmen werden.

Samstag, 8. August 2015

Griechische Taufe - Totaler Stress

Momentan habe ich nicht viel Zeit zum schreiben da ich voll beschäftigt bin, die griechisch orthodoxe Taufe meiner Tochter zu organisieren. Griechische Feste zu organisieren ist der totale Stress und mein 9 Monate altes Mädchen tut mir Leid, weil sie das auch mitmachen muss. Aber, Papa besteht drauf!